WortBilder # 2

W A L D G E D A N K E N

im dichten Laub

soweit die Beine tragen

wächst Stille

aus der alten Buche

wo Ohren sehen

lauscht die Zeit

zwischen Hecken und Büschen

spürt kleinstes Leben

das große

ganz

allein


Manchmal ist es befreiend, auch nur einen einzigen Satz zu schreiben. Worte wollen fallen, versickern aber im Gedankendickicht. Oft drängeln sie sich aus der vergessen geglaubten Vergangenheit vor bis ins Jetzt. Beängstigend, irgendwie. Es ist, als ob die Erinnerung die einzig fühlbare Gegenwart darstellt, so greifbar und nah und unmittelbar scheinen die Momente, die manchmal Jahrzehnte zurückliegen. Dabei schaffen wir uns in der Gegenwart, genau jetzt, die Erinnerungen der Zukunft – was wir heute erleben, ist schon morgen retrospektiv. Um so wichtiger: der Augenblick.

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